Tihuns Küste

Am Ufer des Ostwaldes, entlang des breiten Streifen Sandes, zwischen Meer und Dschungel, liegen aufgereiht die Dörfer unter dem Schutz Tihuns, der Mutter des Meeres. Es ist breite Strand bestehend aus weichem, weißem Sand, teils nur gerade einen Meter, teils auch bis zu 200 Meter breit..

Bekannt sind die Tihungesi für:

Ihren Glauben an die Meeresgöttin.
Ihre Menschenopfer für die Göttin.
Ihre Soßen aus Südfrüchten.
Geschlechter nach Geburtenfolge.

Der Wald ragt wie eine Mauer aus dichtem Unterholz und Blattwerk auf. Bambus und Farne wachsen überall, dazwischen Moose und große, bunte Blumen. Kleinere Flüsse brechen immer wieder durch das dichte grüne Mauerwerk des Waldes, um sich ins Meer zu ergießen und immer wieder finden sich von Menschen geschlagene Einbuchtungen im Wald, in denen Yams angebaut werden – alles weitere sammeln die Menschen einfach.

Nördlich und Südlich des großen Flusses erreicht man alle paar Stunden ein Dorf, welche einander gleichen wie eine Perle der anderen. Zwei Kreise die sich vereinen bilden das Handwerker- und das Fischerdorf. Genau gegenüber dem Punkt an dem sie einander berühren, auf dem Meer, liegen die Hütten des Adels, welche größer sind und von Schnitzereien verziert, die von den Heldentaten des Adels zeugen, aber ansonsten gebaut sind wie die Rundhütten des Volkes: Aus Holzstämmen, die ein Rund bilden und gedeckt mit Palmblättern und Bambusgeflecht. Von den Dörfern führen einfache Trampelpfade in den Wald hinein, zu den ertragreichen Pflanzen und Jagdstätten.
Auf dem Meer hingegen finden sich vor den Dörfern verschiedenste Plattformen im Meer. Teils mit den Bauten des Adels, teils als Plattformen für das Opferritual.

Die Menschen die der Göttin dienen selbst unterscheiden sich deutlich in zwei Gruppen: Die Erstgeborenen, die sie Metrain nennen, und die Nachgeborenen, Gembian genannt. Dies sind ihre verschiedenen Geschlechter, die man leicht und sofort anhand von Kleidung, Haltung und Verhalten unterscheiden kann.
Metrain kleiden sich in Leder. Sie tragen Lendeschurze, häufig Hemden aus Leder und hohe Stiefel. Dazu haben sie Waffen bei sich, gehen Fischen, treiben Handel und üben sich im Kampf um das Dorf verteidigen zu können. Sie geben sich ruhig, selbstbewusst und fällen sehr selbstverständlich die Entscheidungen.
Die Gembian hingegen tragen Stoffe aus den Pflanzen des Dschungels, mit denen sie ihre Körper verhüllen. Sie sind zuständig für die Arbeit im Haus, das Sammeln von Pflanzen und den Anbau des Yams. Sie sind stiller, aber auch deutlich unruhiger und vorsichtiger als die Metrain. Von Gembian wird Gehorsam erwartet und sie sind auch deutlich weniger selbstbewusst. Meist erwarten sie Führung und Fürsorge durch die Metrain.

Die Sklaven und Sklavinnen kann man natürlich auch nach Gembian und Metrain unterscheiden, doch bei ihnen sind diese Unterschiede deutlich weniger stark zu erkennen. Alle Sklaven tragen nur Tücher um die Hüfte und werden mit Tätowierungen am Oberkörper gekennzeichnet. Von ihnen wird allgemein Gehorsam erwartet und es interessiert nicht wirklich ob sie Erstgeboren oder Nachgeboren sind, da sich ihre Aufgaben nicht unterscheiden.

Das Leben der Tihungesi ist ganz der Göttin Tihun geweiht. Sie erkennen nur ihre Göttin an. Wer Tihun nicht ehrt, oder zumindest Respekt zollt, muss mit dem Tod rechnen.
Hinzu kommen ihre jährlichen Rituale, zu denen es gehört Sklaven und Sklavinnen der hungrigen Göttin zu opfern. Hierzu werden oft genug Fremde gefangen. Dies können Angehörige anderer Stämme sein, die sich zu weit nach Osten gewagt haben, oder auch Abenteurer im Ostwald (welche selten genug hierherkommen und damit ein besonders hohes Opfer bedeuten).
Sechs der Opfer (immer drei Frauen und drei Männer) sind Sklaven, und können durch Fremde ausgetauscht werden. Das siebente Opfer ist ein Mann, welcher besonders verdient ist und als Gläubiger freiwillig und gerne in den Tod geht.
Es geschieht aber auch, dass die Tihungesi Fremde überfallen um sie zu versklaven. Besonders beliebt sind dabei Kinder und schwangere Frauen, da sie Kinder leichter zu Sklaven erziehen können. Die meisten ihrer Sklaven sind aber schon im Dorf geboren.

Da aber das Leben aller Tihungesie durch den Adel und die Priesterschaft kontrolliert wird, sind die Unterschiede zwischen Sklaven und anderen eher relativ.

Von besonderer Schönheit auf dem Meer ist der Palast des Meeres, der große Tempel der Göttin. Dieser liegt draußen vor der Flussmündung auf hohen Stelzen mitten auf dem Meer. Die Plattform und die darauf aufgerichtete Hütte sind von perfektem Blau. Das Dach hingegen, aus Geflechten und Bast, ist von strahlendem Weiß, geschmückt mit Perlen und Edelsteinen, die hell in der Sonne funkeln, Tag und Nacht bewacht von den mutigsten und stärksten Kriegern des Volkes Tihun. Bewohnt wird der Tempel von den sieben höchsten Priesterinnen, die ihn nie verlassen. Nur wenn eine stirbt wird in Körper dem Meer übergeben und eine neue gewählt.
Niemand darf den Tempel betreten, als die Krieger und Priesterinnen. Wer es dennoch tut ist des Todes. Doch hier sollen kostbarsten Schätze der Tihun aufbewahrt werden.

Eine Opferzeremonie findet hier nicht statt. Doch alles Blut aus dem Meer fließt zu diesem einen Tempel, am Abend des Opferrituals.
Dieses Ritual findet einmal im Jahr statt. In allen Dörfern kommen die Tihungesi zusammen. Stets sind es sieben Dörfer, welche gemeinsam das Ritual bringen, alle sieben Jahre ist ein anderes Dorf zuständig für die Ausrichtung des Rituals und das Erbringen der Opfer. Am Abend der Sommersonnenwende, der Nacht des Rituals, färbt sich so das Blut des Ufers rot und fließt, als würde es von einem Strudel eingesaugt, in die eine Richtung, unter die Plattform des blauen Tempels.

 

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